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Unser Verwaltungsgebäude

Die Villa Hergt wurde als zweigeschossiger verputzter Mauerwerksbau mit bossiertem Natursteinsockel und hohem, ziegelgedecktem Walmdach in allseits freier Stellung auf einem parkähnlichenGartengrundstück (Insellage) 1925 nach einem Entwurf von Paul Luge (Leipzig) für den Mühlenbesitzer Hans Hergt errichtet.

 

In der äußeren Struktur sind Süd-, Ost- und Nordfassade weitgehend erhalten. Die Ostseite/ Schauseite zur Straße wird durch das Zwerchhaus mit Schweifgaube und den hohen Schweifgiebel geprägt. 

 

Fenstergruppen, gerahmt von Travertingewänden mit Ziergesimsen und auf Konsolen gelagerten Sohlbänken sind gestaltprägend.

 

An den Schmalseiten der Süd- und Nordfassade sind Erkervorbauten bestimmend.

 

Lediglich die Westseite erfuhr größere Veränderungen. Die ehemals vorhandene Loggia mit Freitreppe wurde entfernt und Fenster in Zahl und Anordnung verändert. Der Bezug zum parkähnlichen Garten ging somit verloren.

 

Raumstruktur und Ausstattung der Erbauungszeit sind im Inneren in großem Umfang erhalten.

 

Im Erdgeschoss sind von der zentralen Diele die ehemaligen Wohn- und Repräsentationsräume zu erreichen.

 

Für die Innenräume ist ein Farbentwurf von Alfred Arndt (1898 – 1976) von 1925 überliefert. Arndt, der von 1921 bis 1925 Malerei und Architektur am Bauhaus in Weimar studiert hatte und später als Leiter der Ausbauabteilung (1928 – 32) am Bauhaus in Dessau tätig war, hatte in diesem Fall, wohl auf Vermittlung von Walter Gropius, die Ausmalung der Räume übernommen.

 

Die Villa Hergt wurde 2021 in die Thüringer Denkmalliste als Einzeldenkmal aufgenommen.

 

Im Gebäude hat die Verwaltungsgemeinschaft Mellingen mit ihren 17 Mitgliedsgemeinden ihren Verwaltungssitz.

 

Es beherbergt neben den Räumen für den Verwaltungsvorsitzenden, die AmtsleiterInnen, sämtliche Büroräume der SachbearbeiterInnen, Beratungsräume, Aufenthaltsräume und das Trauzimmer im 1. Obergeschoss.

 

Das Erdgeschoss befindet sich durch die Sockelausbildung ca. 1,50 m über dem angrenzenden Gelände und ist wie auch die oberen Geschosse nicht barrierefrei erreichbar.

 

Das Gebäude entspricht nicht den gesetzlichen Vorschriften des Brandschutzes.

 

Im Jahr 2019 wurde eine neue Heizungsanlage installiert. Sie ist ebenso wie der in der Realisierung befindliche Serverraum im Dachboden angeordnet.

 

Sanitäre Einrichtungen und die Elektrotechnischen Anlagen sind im gesamten Gebäude sanierungsbedürftig.

 

Die Fassade inkl. der Fenster wurde 2010/11 saniert. Eine energetische Ertüchtigung wurde in diesem Zusammenhang nicht vorgenommen.

 

Sämtliche das ausgebaute Dach begrenzenden Bauteile sind stark sanierungsbedürftig und müssen z.T. grundlegend erneuert werden.

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